Gartenkrimis

 
Agathe wartet, aber sie weiß nicht, auf wen. Sie hat die kleine Hasenmühle mit dem verwilderten Garten gekauft, weil sie glaubte, dort vor einem anonymen Erpresser in Sicherheit zu sein. Aber er hat sie gefunden und nun braucht sie Verbündete, die ihr beistehen: Der junge Andreas und sein Großvater Adam, der beim Aufräumen des Gartens auf die Spur eines „kalten Mordfalls“ stößt: die unbekannte Frau im gelben Sommerkleid, die Andreas vor Jahren im Fluss gefunden hatte. Jeder von ihnen weiß: die Toten lassen nicht los: Andreas, der das Opfer zu „seinem Menschen“ gemacht hat; Adam, den eine alte Schuld mit der Hasenmühle verbindet, und Agathe, die sich nach dem Umständen des Unfalls fragen lassen muss, bei dem  ihr Ehemann ertrunken ist. Dann taucht in Estland eine junge Frau mit dem Namen der Ermordeten auf und im dunklen Garten begegnet Agathe ihrem Erpresser.

Maletzke führt die Leserin durchaus aufs Glatteis. Kaum hat sie ein vertrautes Motiv der eher harmlosen Spannungsliteratur eingeführt, lässt sie es schon eine ganz ungewohnte Abzweigung nehmen und erfüllt keine der Erwartungen an Gartenidylle und fideles Hobbyermitteln.
                                                       Sylvia Staude, Frankfurter Rundschauhttp://livepage.apple.com/

Simon Jankowskis schwacher Punkt sind seine geliebten Magnolien. Um sie zu retten, lässt er sich auf einen gefährlichen Handel ein. Denn Simon hat mehr als seinen Ruf und seinen Job zu verlieren. Der angesehene Wissenschaftler im Arboretum im polnischen Kórnik schmuggelt seltene und streng geschützte Pflanzen außer Landes. Als ihm ein Kollege auf die Schliche kommt und droht, ihn auffliegen zu lassen und die Magnolien im Arboretum zu vernichten, ist Simon bereit, ein geheimnisvolles Päckchen nach Frankfurt mitzunehmen und es dort auf dem alten jüdischen Friedhof zu deponieren. Er nutzt einen Forschungsauftrag, um sich bei Elinor Sander einzumieten, von deren Garten er Zugang zum Friedhof hat. Doch das Päckchen geht verloren. Als Elinor es findet, ist Simon dem Tod nah und Elinor wird zur Gejagten.




Linas Onkel Heinrich ist vermeintlich als armer Mann gestorben. Doch dann stellt sich heraus, dass er ihr und zwei weiteren Erben eine Aufgabe hinterlassen hat - und demjenigen ein kleines Vermögen, der einen Fall lösen kann, der dreißig Jahre zuvor das Leben des Onkels aus der Bahn geworfen hat. Gleich drei Amateurdetektive suchen den Schauplatz des Verbrechens, die Villa Buchfinkenschlag. Als Lina das Haus und seinen verwüsteten Park findet, begegnet sie dort dem ehemaligen Gärtner Johann, einem attraktiven aber undurchsichtigen Mann mit einer Vorliebe für schöne, giftige Pflanzen. Ausgerechnet er muss Lina zu Hilfe kommen, als sie sich vertrauensselig in Gefahr begibt. Ein Spiel mit den Versatzstücken des klassischen „Whodunit“, mit schusseligen Zeugen, voreiligen Schlüssen und natürlich der Frage, ob der Gärtner der Mörder ist.


Maletzke schreibt außerordentlich gut mit Spaß an der Sprache und ihren skurrilen Figuren.

                                                                                   Ursula May, hr2

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Dass Fleur eigentlich anders heißt und im Gefängnis gesessen hat, stört Frau Sylvest nicht. Sie sucht eine tatkräftige Person, die ihre sieben Gärten wieder auf Zack bringt, und dafür ist Fleur genau die Richtige. Vor vielen Jahren waren die Gärten und Frau Sylvests weiße Villa eine Künstlerkolonie. Übrig geblieben ist nur George Fox Evans, der mit ihr das Bett teilt, einen Roman über die englischen Könige schreibt und die Straßen mit seiner Lambretta unsicher macht. Fleur und Fox werden Verbündete, als eine Schlange in Gestalt von Frau Kösel auftaucht, die sich als Hilfsgärtnerin ausgibt.  Sie müssen Frau Sylvest nicht nur vor deren diebischen Fingern schützen, sondern auch alte Freunde aus Fleurs krimineller Vergangenheit abwehren. Doch dann begeht Fox einen schrecklichen Fehler, und am Ende muss Frau Sylvest, die nicht alles versteht, aber vieles vergibt, selbst ihre sieben Gärten, ihren Liebhaber und ihre Gärtnerin retten.


„Mal kapriziös ... vor allem maliziös lässt sie ihr Augen schweifen über gärtnerische Hysterien und die für diesen Menschenschlag nicht unübliche Rechthaberei.“

                                                       Susanne Mayer, Die ZEIT



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